RETTENBERGER SCHÜTZENKOMPANIE WATTENS - WATTENBERG

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Denktage und Denkwerkstatt 1918 – 2018                        Konflikt – Erfahrung – Chancen

Die Schützenkompanien des Bataillon Rettenberg halten vom 24.10. bis 28.10.2018

Denktage und eine Denkwerkstatt 1918 – 2018, zu 100 Jahre Ende Erster Weltkrieg ab.

 

Nicht nur Menschen haben Geburtstage – auch Länder haben Geburtstage und Gedenk- und

Feiertage. Das Jahr 2018 stellt ein besonderes Gedenkjahr dar, jähren sich doch mehrere

Ereignisse, welche unser heutiges Leben in der Gesellschaft, der Politik immer noch wesentlich prägen.

  • 2018 bedeutet 100 Jahre Ende Erster Weltkrieg und es ist am 12. November der 100. Geburtstag der Republik Österreich.
  • 2018 bedeutet aber auch, dass vor 80 Jahren der sogenannte Anschluss Österreich an das Hitler-Deutschland mit den verheerenden Folgen vollzogen wurde.
  • Das Gedenkjahr lässt auch an das Jahr der Revolutionen 1848 erinnern, was das formelle Ende des Feudalzeitalters und den ersten Start des Parlamentarismus sowie die demokratischen Mitbestimmung mit sich brachte.
  • Zum 70. Mal jährt sich 2018 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, der es zu verdanken ist, dass die Menschenrechte verstärkt und nachhaltiger im öffentlichen Interesse liegen.

In Tirol wird vor allem 100 Jahre Ende Erster Weltkrieg und deren Folgen und Auswirkungen

gedacht.

 

Geburtstage und Gedenktage sind immer ein willkommener Anlass um die Geschichte zu

reflektieren und auch oftmals kritisch zu beleuchten.

Die Schützenkompanien des Bataillon Rettenberg halten, um zurück zu blicken und sich mit

der Geschichte zu beschäftigten „Denktage 1918 – 2018“ in Volders ab. Im Rahmen der

Denktage wird am 24. Oktober 2018 zur Eröffnung Univ.-Prof. Dr. Stadler einen Vortrag zum

Thema „100 Jahre Ende Erster Weltkrieg – Konflikte, Erfahrungen und Chancen“ halten. Dabei

wird insbesondere auf das bittere Ende mit Hunger, Not und fatalen Fehlern und deren

Auswirkungen eingegangen. Weiters werden der Weg Tirols zum eigenen Bundesland und die

neue Grenzen sowie die Welt nach dem Krieg in Österreich, Tirol und besonders der Region

zwischen Volders und Kolsass betrachtet. Eine vom 24. bis 28. Oktober zugängliche

Ausstellung, welche mit dem Ortschronisten von Volders, Karl Wurzer und den Kompanien des Bataillon Rettenberg zusammengestellt wurde, runden das geschichtliche Programm ab.

 

Geburtstage und in diesem Fall Gedenktage sollen aber auch Anlass geben und eine Zeit sein,

in der man mit dem Wissen der Vergangenheit in die Zukunft sieht und sich darauf vorbereitet.

Ein Schlagwort dazu lautet „Zukunft braucht Herkunft“ oder wie Albert Einstein es mit der

Aussage „… mich interessiert die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben“ formulierte. Hierzu wird neben den Denktagen mit dem geschichtlichen Vortrag und der Ausstellung eine

Denkwerkstatt eingerichtet, in der sechs lokale Herausforderungen bearbeitet werden können.

„Wir wollen aus der Vergangenheit lernen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Für diese

Aufgabe halten wir die Denktage und die Denkwerkstatt ab“, so der Bataillonskommandant

Major Frötscher. Veränderung und eine Lösung von Problemen erwarten viele – meist aber von den anderen. Hier wollen die Schützen des Bataillons Rettenberg auch aufzeigen, dass ein

„Tun, statt einem Delegieren“ notwendig ist. Zur Bearbeitung der sechs lokalen

Herausforderungen werden auch die Schulen im Bataillon Rettenberg eingeladen, dies in den

Herbstunterrichten mit zu berücksichtigen. „Unser heutiges Tun, soll auch von dem Gedanken

gelenkt sein, wie unsere Handlungen in 100 Jahren beurteilt werden“, so der Hauptmann der

Volderer Schützen Peter Rathgeber.

 

Die Tiroler Schützen haben im letzten Jahr nach einem Reflexionsprozess elf Leitmotive

verabschiedet. Neben der Tiroler Identität und dem Einstehen für Tracht und Brauchtum, einem aktiven sozialen Engagement wird auch Bildungsarbeit und die Arbeit in der Gesellschaft und Gemeinschaft als besonders wichtig erachtet und ist in den Leitmotiven, die das Handeln der Schützen lenken, festgehalten. Die Kernaussage der Leitmotive lautet „Auf dich kommt es an!“.

„In dem Sinne der Kernaussage, dass es auf jede Einzelne, jeden Einzelnen ankommt, hoffen

wir auf einen regen Zuspruch der Denktage und der Denkwerkstatt von Seiten der

Bevölkerung“, so die beiden Kommandanten Frötscher und Rathgeber.

 

Denktage 1918-2018 in Volders

  • 24.10.2018, 19:30 Uhr, Vortrag Univ. Prof. Dr. Stadler                                                        Eröffnung Ausstellung und Denkwerkstatt
  • Ausstellung und Denkwerkstatt

         25.10.2018, 14:00 – 18:00 Uhr

         26.10.2018, 10:00 – 14:00 Uhr und 16:00 – 19:0 Uhr

         27.10.2018, 16:00 – 20:00 Uhr

         28.10.2018, 10:00 – 13:00 Uhr

 

Denkwerkstatt – 6 Themenbereiche

  • Tradition und Öffnung der Gesellschaft
  • Eigenwohl und Gemeinwohl
  • Selbstständigkeit und Kooperation
  • Entwicklung und begrenzte natürliche Ressourcen
  • Globale Vernetzung und analoge Begegnung
  • Bewegungsfreiheit und Verkehrsbelastung

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